von Daniela Köllersberger
Dieser Ausspruch geht auf das lateinische Zitat „Homo homini lupus est.“ zurück und besagt, dass Menschen einander oft egoistisch, rücksichtslos und feindselig behandeln. Das gilt zumindest solange, als man sich nicht kennt.
Bei der Nachmittagstheaterfahrt am 7. Mai 2026, bei der Schüler und Schülerinnen aus den 1., 2., 3. und 4. Klassen unter der Begleitung von Prof. Paradeiser und Prof. Köllersberger teilnahmen, wurde genau das zum Thema gemacht. Der 13-jährige Kemi muss, da die Mutter alleinerziehend ist, auf ein einwöchiges Feriencamp fahren. Viele aus seiner Klasse sind auch dabei, ebenso der Außenseiter Jörg, der regelmäßig ausgegrenzt und gemobbt wird. Kemi lernt Jörg immer besser kennen, da er mit ihm ein Zelt teilt, und beginnt, sich für ihn einzusetzen. Regelmäßig wird er von Albträumen geplagt, in denen ein Wolf mit reißenden Zähnen vorkommt. Ein Schüler hat dies als das Böse, Gefährliche, aber auch als die Angst interpretiert. Denn je mehr Kemi und Jörg voneinander erfahren und eine vage Freundschaft zwischen ihnen entsteht, umso mehr zieht sich der Wolf in den Träumen zurück.
Das Theaterstück „Wolf“, das im Theater im Zentrum zur Aufführung kam und dem gleichnamigen Roman von Sasa Stanisic nachempfunden ist, fand großen Anklang bei der Besucherschar. Die Nachmittagstheaterfahrt wurde mit einem kleinen Spaziergang über den Stephansplatz und der Möglichkeit, ein Eis essen zu gehen, noch wunderbar abgerundet.
Das Buch „Wolf“ kann man sich in der Bibliothek ausborgen.