Freie Software in der Schule – ein Erfolgsmodell!

Am 23. Oktober fand im wirtschaftskundlichen Realgymnasium in Krems eine Informationsveranstaltung zur Bedeutung Freier Software im Bildungsbereich statt. Einem interessierten Publikum von weit über 100 SchülerInnen, LehrerInnen sowie IT-Verantwortlichen wurde ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geboten.

Reinhard Müller von der Free Software Foundation Europe (FSFE) eröffnete die Vortragsreihe mit einer präzisen Darstellung der vier Grundpfeiler von Freier Software, den sogenannten vier Freiheiten. Darauf aubauend oblag es David Ayers (ebenfalls FSFE) auf die Notwendigkeit zur Anpassung des Urheberrechts einzugehen – Schlagwort Copyleft als Lizenzmodell für Freie Software.

Dass Freie Software in der Wirtschaft schon lange keine Randerscheinung mehr ist, wurde dem Publikum seitens DI Christian Schwarzinger (IT-Firma proclos) bestens vor Augen geführt. Gerade hier ist die Schule immer mehr gefordert, die informationstechnologische Ausbildung der Schülerinnen und Schüler auf die steigenden Bedürfnisse der Wirtschaft anzupassen!

Linux als Betriebssystem sowie OpenOffice als Standard-Bürolösung sind nur zwei Beispiele, die am BG Rechte Kremszeile seit dem Schuljahr 2007/08 zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Mag. Dr. Klaus Misof (Systembetreuer BG Rechte Kremszeile) nutzte seine Präsentation, um einmal mehr darauf hinzuweisen, dass mit Freier Software alle Bedürfnisse im schulischen Netz abgedeckt werden können – der Beweis wurde in der Praxis erfolgreich geführt.

Abschließend ermutigte Mag. Gerhard Schwed MAS von der Donau-Universität Krems andere Schulen, diesem Vorzeigeprojekt zu folgen und skizzierte noch einmal die Notwendigkeit Freier Software in der Wirtschaft und somit im Schulwesen.

Die Preisverleihung zu einem IT-Gewinnspiel bildetet den offiziellen Abschluss dieser Veranstaltung, welche anschließend mit dem FSFE-Stammtisch – einem Diskussionsforum – in gemütlicher Atmosphäre ausgeklungen ist.

Das BG Rechte Kremszeile kann auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und lädt Schulen zur weiteren Zusammenarbeit ein, gemäß dem Motto: Vier Augen sehen mehr als zwei, zwei Hände leisten mehr als eine!